Finanzierung/Kostenübernahme der Therapie



Die Kosten für eine autismusspezifische Therapie können vom

Sozial- oder Jugendamt

übernommen werden. Wer für die Kostenübernahme zuständig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir helfen Ihnen gerne gerne bei der Antragsstellung.

Autistische Menschen können

nämlich

seelisch, geistig und körperlich behindert sein.

Wenn mehrere Arten von Behinderung zutreffen, spricht man von einer

“Mehrfachbehinderung”.

Diesozialrechtliche Zuordnung ist wichtig, weil je nach Art der Behinderung ein anderer Kostenträger zuständig ist:

Auch für Personen über 18 Jahre kann übrigens die Kinder- und Jugendhilfe (d.h. das Jugendamt) zuständig sein, nämlich im Rahmen der Eingliederungshilfe für junge Volljährige. Diese Hilfe endet endet normalerweise, wenn die Person 21 wird, in Einzelfällen kann sie aber bis maximal zum 27. Geburtstag weiter gewährt werden.



In der Regel wird Eingliederungshilfe für junge Menschen mit Asperger-Syndrom nach § 35a SGB VIII (Jugendamt) geleistet, für junge Menschen mit der Diagnose “Frühkindlicher Autismus”, die im Allgemeinen als mehrfachbehindert gelten, nach SGB XII (Sozialamt). Im Einzelfall ist die Zuordnung dennoch oft umstritten.
In manchen Fällen wird nach Art der notwendigen Leistung entschieden.

(vgl. http://autismus-kultur.de/autismus/recht/eingliederungshilfe-fuer-autistische-kinder-und-jugendliche.html)



Informationen zum Persönlichen Budget

Die Eingliederungshilfe kann auch in Form des Persönlichen Budgets erhalten werden, d.h. nicht als Sach-, sondern als Geldleistung erbracht werden. Sachleistung heißt, das Amt übernimmt die Kosten für notwendige Maßnahmen direkt und überweist das Geld an den Träger der Maßnahme. Die Auszahlung als Geldleistung wird “Persönliches Budget” genannt. Wie bei der Sachleistung wird hier festgestellt, welchen Bedarf es gibt, das Geld wird dann aber direkt an die betreffende Person bzw. an ihre Eltern ausgezahlt. Diese bezahlen dann die notwendigen Maßnahmen damit. Ob und wie die Verwendung des Geldes nachgewiesen werden muss, legen Leistungsträger und Budgetnehmer in einer Zielvereinbarung fest. Der Nachweis bezieht sich dabei auf die Maßnahmen, nicht auf die Kosten.

Der Vorteil des Persönlichen Budgets ist die größere Selbstbestimmung. Stellt man z.B. fest, dass ein Integrationshelfer nicht zum Kind passt, kann man einen anderen einstellen, ohne sich mit einem Kostenträger darüber streiten zu müssen.
Der Nachteil des Persönlichen Budgets ist der höhere Verwaltungsaufwand.

Es gibt zahlreiche Beratungsstellen zum Persönlichen Budget bzw. überhaupt zur Finanzierung von autismusspezifischer Therapie:


(vgl.http://autismus-kultur.de/autismus/recht/eingliederungshilfe-fuer-autistische-kinder-und-jugendliche.html)

Rechtliche Grundlagen

Rechtsgrundlagen für Autismustherapie, bezogen auf die gesamte Lebensaltersspanne