Komm!ASS®

Sprache heißt Gedanken teilen

Seit 2003 arbeitet Frau Funke mit autistischen Kindern und Jugendlichen. Aus dieser Arbeit hat sich das Therapiekonzept Komm!ASS® – Führen zur Kommunikation entwickelt. 2010 fand die erste Fortbildung zu Komm!ASS® in Ulm statt. Seither wächst das Interesse an diesem Konzept stetig.


Das Ziel dieses ganzheitlichen Therapieansatzes ist die Schaffung der gemeinsamen Aufmerksamkeit. Nicht die Vermeidung von Reizen, sondern das gezielte Hinführen zu verschiedenen Reizen und ein ständiger Modalitätenwechsel sollen die Wahrnehmung der Patienten verbessern.Unter Einbezug von tiefenstimulierenden und intensiven taktilen Reizen soll auch die Eigenwahrnehmung und somit auch das Selbstbewusstsein gestärkt werden. Die Betroffenen können lernen gezielt zu selektieren. Die Stressbelastung sinkt, die Flexibilität im Alltag erhöht sich, auch selbst- und fremdverletztendes Verhalten wird weniger.

Ein weiterer Fokus ist die gemeinsame Aufmerksamkeit. Diese stellt eine optimale Grundlage für die Sprachanbahnung dar. Über den ständigen Austausch und die Freude an einer lebendigen Kommunikation kann sich Sprache entwickeln. Patienten lernen zudem Wünsche zu äußern, aber auch eigene Bedürfnisse einmal zurückzustellen und abzuwarten. Sich „Führen lassen“ und „gemeinsam Gebärden“ helfen hier die weitere Entwicklung positiv anzustoßen.

Komm!ASS® eignet sich nicht nur für Kinder mit Autismus. Es zeigen sich auch positive Entwicklungen bei Kindern mit anderen Wahrnehmungs- Entwicklungsstörungen (ADHS, FAS, Down-Syndrom) und starken Interaktionsstörungen (z.B. Mutismus).